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Schulstart nach den Ferien: SoVD begrüßt Konzepte für Förderschulen in Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat mögliche Szenarien für den Schulunterricht nach den Sommerferien präsentiert. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Rheinland-Pfalz begrüßt die damit erreichte Planungssicherheit für die betroffenen Schulen und vor allem für die Familien. "In den Leitlinien für den Unterricht an den Förderschulen im Schuljahr 2020/2021 wurden den Eltern wichtige Planungsgrundlagen für die Gestaltung und Vorbereitung des nächsten Schuljahres an die Hand gegeben, damit sie und die Schulgemeinschaften für den Schulstart am 17.08.2020 bestmöglich vorbereitet werden", sagt der SoVD-Landesvorsitzende Edmund Elsen. 

Nach jetzigem Stand soll der Regelbetrieb in den Schulen in Rheinland-Pfalz im kommenden Schuljahr regulär wiederaufgenommen werden. Ist dies aufgrund der Corona-Krise nicht möglich, stehen Ausweichszenarien im Raum. Der Unterricht in Förderschulen wurde dabei zusätzlich geregelt. Der SoVD sieht darin für die Kinder mit Behinderung und ihre Eltern eine große Hilfestellung. "Sie sind von der Corona-Krise ganz besonders betroffen. Für die Kinder ist nicht nur der Schulalltag weggefallen, sondern auch die für sie so wichtigen Therapie- und Pflegeangebote", erläutert Elsen. Außerdem hätten zahlreiche Träger die Finanzierung der Schulbegleitung eingestellt, da sie sie den Unterricht zuhause nicht für nötig halten. 

"Das ist für die Familien und ihre Kinder eine akute Belastung und muss sich dringend ändern", so der SoVD-Landesvorsitzende. Er weist in diesem Zusammenhang auf die UNBehindertenrechtskonvention hin, die das Recht von Menschen mit Behinderung auf Bildung gewährleistet. "Die Kinder dürfen nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden - schon gar nicht in einer Krisensituation", betont Elsen. 

In diesem Zusammenhang weist Elsen auf die noch bestehenden Unzulänglichkeiten bei den entsprechenden Vorgaben für die Beförderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen hin. Es sei nicht hinnehmbar, dass Abstandsregelungen in den Fahrzeugen nicht vorgeschrieben sind. 

Von der rheinland-pfälzischen Landesregierung fordert er deshalb, in Zusammenarbeit mit den Kommunalen Spitzenverbänden konkrete Konzepte für die Schülerbeförderung zu entwickeln. "Die Corona-Pandemie hat noch einmal deutlich gemacht, wie wenig wir die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung im Blick haben“, so Elsen.